Das Enable-Signal (ENA) am Schrittmotortreiber steuert den Betriebszustand des Treibers. Ist das ENA-Signal aktiv (Low-Pegel / freigegeben), empfängt der Treiber Pulssignale und reagiert darauf, indem er den Schrittmotor antreibt. Ist das ENA-Signal inaktiv (High-Pegel / gesperrt), ignoriert der Treiber die Pulssignale und der Motor dreht sich nicht.
Die Hauptfunktionen des Enable-Signals (ENA) sind:
- Motorschutz: Das Sperren des Treibers, wenn der Motor nicht laufen muss, schützt den Motor und verringert den mechanischen Verschleiß.
- Energieeinsparung: Das Sperren des Treibers reduziert den Stromverbrauch des Motors im Leerlauf wirksam.
1. Anschluss des ENA-Signals
Das ENA-Signal wird in der Regel über zwei Leitungen geführt: ENA+ und ENA-. ENA+ wird üblicherweise an einen 5-V-Ausgang (oder eine andere geeignete Spannung) der Steuerung angeschlossen, ENA- an den Enable-Signalausgang der Steuerung. Liegt der Enable-Ausgang der Steuerung auf Low-Pegel, ist der Schrittmotortreiber freigegeben und reagiert auf Pulssignale; liegt er auf High-Pegel, ist der Treiber gesperrt und reagiert nicht auf Pulssignale.
Hinweis: Die Treiber DM320T und DM332T besitzen keine dedizierte ENA−-Klemme. Stattdessen ist der Enable-Signalausgang der Steuerung an den gemeinsamen OPTO-Anschluss anzuschließen. In dieser Konfiguration fungiert OPTO als ENA+.

2. Anwendungen
Das ENA-Signal ist in vielen Anwendungen unverzichtbar. So wird es beispielsweise häufig in Robotern, CNC-Maschinen und Automatisierungsanlagen eingesetzt, die eine präzise Steuerung der Motordrehung erfordern. Über das ENA-Signal lässt sich das Start- und Stoppverhalten des Schrittmotors exakt steuern, wodurch eine präzise Positionierung der Anlage ermöglicht wird.
Beispiel — Manuelle Alarmquittierung bei geregelten Treibern: Die Klemmen ENA+ und ENA− werden über einen Schalter an eine 5-V-/24-V-Versorgung angeschlossen, sodass ein geschlossener Stromkreis entsteht. Auf diese Weise werden ausschließlich Schleppfehler quittiert; andere Alarmtypen werden nicht zurückgesetzt (siehe Abbildung unten). Hinweis: Diese Verdrahtungsmethode ist nur für geregelte Schrittmotortreiber (Closed-Loop) geeignet.

Bitte beachten Sie, dass verschiedene Schrittmotortreiber unterschiedliche Anforderungen an den ENA-Signalpegel und die Verdrahtung haben können. Konsultieren Sie vor der Verdrahtung stets das spezifische Treiberhandbuch für Ihr Modell.